Gesangverein Fessenbach
Singen macht Spaß


140   Jahre MGV. „Liederkranz“ Fessenbach

1874!   Was war das für eine Zeit. Der deutsch-französische Krieg war beendet, der   Kaiserbund Deutschland-Österreich-Russland war geschlossen. Man hatte keine   nachteiligen Kriegsfolgen und -lasten innerhalb des deutschen Volkes zu   tragen und besaß nach der Umstellung des Geldes von Gulden auf Mark eine neue   Währung. Die technische Entwicklung nahm ihren Anfang; der Telegraph, die   elektrische Glühbirne und der Phonograph (Vorläufer der Schallplatte) wurden   entdeckt. Eine Zeit also, in der auf die Not und Hungerjahre in der Mitte des   vorigen Jahrhunderts eine Epoche bescheidener wirtschaftlicher   Lebensgrundlage auch für den Stand des Landwirts und Rebmanns in unserer Gegend folgte.

Anstoß   zur Gründung des Gesangvereins dürften die bereits bestehenden Gesangvereine   in der näheren Umgebung gegeben haben, vor allem der Nachbarverein   ,,Sängerbund" Zell-Weierbach, der bereits 10 Jahre zuvor gegründet wurde   und der auch Sänger aus Fessenbach zu seinen Mitgliedern zählte. Die   Zielsetzungen dieser Gesangvereine waren im Wesentlichen die gleichen: Pflege   des Gesangs und der geselligen Unterhaltung der Mitglieder. 

Rebmann und Gemeinderat Valentin Hahn ergriff um die Jahresmitte 1874 die Initiative,  sammelte einen kleinen Kreis sangesbegabter Männer um sich und arbeitete   Statuten aus. Mit diesen Statuten traten sie an den Gemeinderat heran mit dem   Ersuchen, in Fessenbach einen Gesangverein zu gründen, bzw. eine solche   Gründung zu genehmigen. Der damalige Gemeinderat, bestehend aus Bürgermeister Simon Basler (Peter Sohn), Valentin Hahn, Großvater von Hermann Hahn,  (verstorben 1956), Michael Herp, Georg Leitermann, Benedikt Kormmeier, Georg   Wiegele und Xaver Zoller, leitete dieses Gesuch an das Bezirksamt Offenburg   weiter; dies gab unterm 13. Juli 1874 dem Gemeinderat Bescheid, daß gegen ein   solches Vorhaben nichts einzuwenden sei und auch die Statuten keiner   Genehmigung seitens der Behörde bedürfen.

Der   erste Vorstand war Valentin Hahn, Kassierer Anton Hugle (Vater des späteren   langjährigen Vereinsvorstandes Philipp Hugle) und als Dirigent nahm sich   Oberlehrer August Bickel von Weingarten, der schon 10 Jahre zuvor den   ,,Sängerbund" Zell-Weierbach übernommen hatte, der gesanglichen Schulung   der Mitglieder an. In der damaligen Wirtschaft zum ,, Posthorn" unter   dem Besitzer W. Göring (heute Wohnhaus von Heinrich Wiegele-Kaiser) begannen   nun die ersten Gesangsproben. Sie fanden statt beim Petroleum- und   Kerzenlicht und für die Benützung des Klaviers hatte der Verein eine   monatliche Entschädigung von 43 Pfennig zu bezahlen, wobei auch noch der  Lichtverbrauch in Anrechnung gebracht wurde. Für eine Gesangsprobe wurde der   Dirigent mit 1,20 Mark entschädigt.

Es   waren etwa 20 Sänger gewesen sein, mit denen nun Oberlehrer August Bickel die   Schulung zum Singen begann. An Liedmaterial sind die ,,Sängerrunde"   erwähnt. „Aller Anfang ist schwer" wird auch in etwa für den   neugegründeten Gesangverein gegolten haben; denn ein Jahr nach der Gründung   wurde Dirigent Bickel durch den Tod hinweggerafft. Sein Nachfolger als   Dirigent wurde Oberlehrer Lederle. Bereits im August 1875 beteiligte sich der   Verein an der Fahnenweihe in Friesenheim. Auf die kurze Dirigententätigkeit   von Lederle folgte zu Ende des Jahres 1875 Lehrer Käser von Weingarten, der   bis zum April 1879 den Verein dirigierte. Daß der Verein nach zweijährigem   Bestehen bereits ein eigenes Klavier für 144,40 Mark anschaffen konnte,   spricht für den Idealismus, den die Männer für die Interessen ihres Vereins   aufbrachten.

Auch   von den sogenannten ,,Kinderkrankheiten" blieb die Sängergemeinschaft   nicht verschont. Denn nach dem Weggang von Lehrer Käser mußte der Verein eine   dirigentenlose Zeit durchstehen. Der Rechner des Vereins, Anton Hugle, sprang   in die Bresche. Da er das Klavierspiel nicht beherrschte, bediente er sich   zum Einstudieren der Lieder der vom Verein angeschafften Konzertzither. Auch   Johann Laible unterstützte ihn zwischenzeitlich in der Rolle des Dirigenten   und nach ihm übernahm Johann Schmidt, der spätere Mesner von der Offenburger   HI. Kreuz-Kirche, bis zum Jahre 1896 den Dirigentenstab. Als dessen   Nachfolger verzeichnet die Chronik Hauptlehrer Guido Staib, der ebenfalls an   der Schule in Weingarten wirkte und der im Jahre 1903, als Fessenbach eine   eigene Schule erhielt, dessen erster Schulleiter wurde.

Dem   bei der Vereinsgründung bestimmten oder gewählten 1. Vorstand Valentin Hahn   folgte im Jahre 1876 Felix Göring. 23 Jahre, bis 1899, leitete er die   Geschicke des Vereins. Das Mitgliederverzeichnis von 1877 verzeichnete   folgende Vorstandsmitglieder: Felix Göring (1. Vorstand), Franz Hug (2.   Vorstand), Franz Basler (Schriftführer) und Anton Hugle (Rechner). Das   vorhandene Liedgut wurde ergänzt durch die Anschaffung von Liederbücher von   Fr. Heim und auch weiterer Chöre, die sich sowohl als Messen für den Vortrag   im kirchlichen Raum als auch bei allen Gelegenheiten im öffentlichen Raum   eigneten.

In   diesen ersten 25 Jahren wurde man der Zielsetzung des Vereins, wie sie im § 1   der Satzung niedergelegt ist: Pflege des Gesanges und der geselligen Unterhaltung   der Mitglieder, vollauf gerecht. Die Voraussetzungen waren also gegeben, dass   der neugegründete Gesangverein die im § 1 seiner Statuten beschriebenen Ziele   verwirklichen konnte. Bereits im Frühjahr 1875 bereitete man eine   Theateraufführung im ,,Posthorn" vor; ein Ereignis nicht nur für das   Dorf, sondern auch für die nähere Umgebung. Der Reingewinn solcher   Veranstaltungen, die stets viele Besucher zu verzeichnen hatten, war für die   damaligen Zeiten schon bemerkenswert, wenn auch nachher die Akteure des   Theaterspiels mit einem Faß Bier belohnt wurden.

Im   Jahre 1897, in dem ein Mitgliederstand von 68 zu verzeichnen war, dachte man   an die Anschaffung einer Vereinsfahne. Die Mitglieder zeigten sich sehr   spendenfreudig, als es sich um die Aufbringung der für die Anschaffung der   Fahne notwendigen Geldmittel handelte. Über 200 Mark wurden gezeichnet.   Eingehend ist im ersten Protokollbuch des Vereins über die Vorbereitungen zu   diesem Fest berichtet, das am 7. Juni 1897 stattfand und sich auf zwei Tage   erstreckte. Unter Teilnahme von 9 auswärtigen Vereinen, der Dorfbevölkerung   und auch vieler Teilnehmer aus Offenburg fand dieses Fest statt. Als   Festplatz diente der große Garten des Baron v. Seebach'schen Hauses unweit   des Schuckshofes und als Festredner wurde Hauptlehrer Winter von Reichenbach   gewonnen. Die Fahne wurde in der Paramentenabteilung des Offenburger   Frauenklosters U. Lb. Frau hergestellt. Für die Schwestern des Klosters war   es eine dankbare und ehrenvolle Aufgabe, ihre Verbundenheit mit dem Dorf, in dem   sich ihr Erholungsheim befindet, durch das Sticken dieser Fahne zum Ausdruck   zu bringen.

Von   einer geplanten großen Feier zum 25jährigen Bestehen des Vereins im Jahre 1899 nahm man wieder Abstand und beschränkte sich auf eine kleinere Feier in   der Gartenwirtschaft zur ,,Traube".

Der   bisherige 1. Vereinsvorstand Felix Göring übergab in diesem Jahre sein Amt an   Josef Leitermann B. S. und als Nachfolger von Dirigent Lehrer Staib wurde   1899 Franz Scholz von Offenburg gewonnen. Die Neubesetzung des vakanten Dirigentenpostens   spielte in der Vereinsgeschichte stets eine entscheidende Rolle. Man war   erneut auf der Suche nach einem Chorleiter. Durch die Verlegung des   lnfanterieregiments 170 nach Offenburg wurde diese Garnisonsstadt. Aus den   Reihen der Regimentsmusiker konnte der Posaunist Franz Scholz als neuer   Dirigent gewonnen werden. Er gewann Sympathien und hatte sich zum Ziel   gesetzt, mit seiner Sängerschar nicht nur intensiv zu proben, sondern durch   die Teilnahme an Wettsingen und Preissingen im Kinzigtal-Sängerbund und auch   außerhalb des Bundes das Können des ,,Liederkranzes" unter Beweis zu   stellen. Die noch vorhandenen Ehren-Diplome künden von der Teilnahme an   solchen Sängerwettstreiten.

Im   Jahre 1906 wurde die Mitgliedschaft des Vereins im Kinzigtal-Sängerbund   aufgegeben und man schloß sich dem Ortenauer Sängerbund an. 100 aktive und   passive Mitglieder zählte der Verein in diesem Jahre. Für die herangewachsene   Jugend des Dorfes bedeutete es eine Auszeichnung, nach Vollendung des 18.   Lebensjahres im Verein aufgenommen zu werden.

Die   Zeit nach dem 1. Weltkrieg

Einem   Blitzstrahl gleich wirkte der Ausbruch des ersten Weltkrieges am 2. August   1914. Ein Großteil der Sänger wurde zum Kriegsdienst eingezogen. Das Singen   im Verein verstummte. Die Aufzeichnungen des damaligen Schriftführers   Gemeinderechner Franz Basler im Protokollbuch beschränkten sich auf den   Vermerk, daß 48 Vereinsmitglieder Kriegsdienst leisten mußten, von denen 7   gefallen sind und 6 in der Gefangenschaft waren.

Im   November 1919 dachte man wieder an die Aufnahme der Vereinsarbeit. In der   Generalversammlung am 16 November 1919 wurde der Verein neu konstituiert. Aus   der Neuwahl zum Gesamtvorstand gingen hervor: 1. Vorsitzender Karl   Hillenbrand, Bäckermeister und Gemeinderat, 2. Vorsitzender Franz Humpert,   Rechner Kosmas Litterst. Der Vorkriegsdirigent Franz Scholz übernahm die   gesangliche Leitung des Vereins. Die 98 Mitglieder des Vereins bildeten ein   solides Fundament für die weitere Existenz des Vereins.

Im   Probelokal ,,Biesle" in der Traube, schon seit der Jahrhundertwende als   solches dem Vereine dienend, fanden nun wieder die allwöchentlichen   Gesangsproben statt. Die Einstudierung der Lieder geschah mittels einer   Violine und einer zaghaften oder unsicheren Einzelstimme gab er die   Gelegenheit, sich im Einzelsingen die notwendige Sicherheit in der Tonhaltung   anzueignen. Die Anzahl der Sänger, die bereits vor 1914 mitwirkte, war recht   klein. Es war also ein Neubeginn. An einzustudierenden Chören fehlte es   nicht. Sie waren zahlreich vorhanden und bestanden vor allem in der   Interpretation der damals allgemein bekannten Komponisten Silcher, lsenmann,   Wengert usw. Die Freude am Singen beschränkte sich aber nicht nur auf das   Probelokal; auch in mancher gemütlichen Sängerrunde, die sich an den   Sommerabenden in der ,,Traube" oder im Dorf zusammen fand, erklang das   Volkslied zur Freude der Dorfbewohner. Eine schleichende Inflation bahnte   sich jedoch in den ersten 20er Jahren an, die in nicht geringem Maße das   wirtschaftliche Fundament des Vereins ins Wanken brachte. Ein Monatsbeitrag   von 20,- Mark und ein Eintrittsgeld von 50,- Mark waren noch bescheidene   Beträge gegenüber den zu Ende des Jahres geltenden Wertmaßstäben von   Millionen, Milliarden und Billionen.

In   der Generalversammlung am 28. Januar 1923 trat bei den Wahlen zum Vorstand   eine Veränderung ein. Der langjährige Schriftführer Franz Basler, der seit   der Gründung des Vereins 1874 dieses Amt bekleidete, legte aus Altersgründen   sein Amt nieder. Bereits drei Jahre zuvor wurde er mit den Mitgliedern Georg   Basler, Friedrich Braun, Andreas Göring, Josef Hahn, Georg Leitermann, Josef   Leitermann, Sylvester Litterst, Julius Rapp und Franz Scholz zu   Ehrenmitgliedern ernannt. Die Versammlung wählte zum Schriftführer Philipp   Hugle, der ein Jahr später anstelle des aus seinem Amt ausscheidenden Karl Hillenbrand zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Nachfolger im Schriftführeramt   wurde der Sänger Karl Litterst E. S. Dem   am 13. Februar 1924 gewählten Vorstand stand eine wichtige Entscheidung   bevor: die Feier des 5o-jährigen Bestehens des Vereins. Gewiß, ein   wagemutiger Gedanke in dem geldarmen Jahr, nachdem nicht nur das private   Sparvermögen, sondern auch das Vereinsvermögen der Inflation zum Opfer   gefallen war. In der außerordentlichen Generalversammlung am 25. Mai 1924 in   der ,,Traube" diskutierte man ausgiebig über das fällige   Vereinsjubiläum. In der Abstimmung entschied man sich für die Abhaltung   dieses goldenen Jubiläums, wählte einen Festausschuss und die Mitglieder   verpflichteten sich, durch die Leistung eines Sonderbeitrages von 2,- Mark,  sowie freiwilligen Gaben einen Grundstock für die Vereinskasse zur   Vorfinanzierung der entstehenden Unkosten für die Festvorbereitungen zu   bilden. Die Feierlichkeiten erstreckten sich auf den 16., 17. und 18. August.   Als Festplatz stellte Baron v. Seebach wiederum seinen idyllischen Park zur   Verfügung, auf dem sich am Sonntagmittag 16 Gastvereine ein Stelldichein   gaben. Die Festrede hielt Oberlehrer Theodor Hugle von Offenburg, Da in jenen   Jahren im Dorf noch keine Musikkapelle existierte, war für die musikalische Mitgestaltung die Musikkapelle von Rammersweier verpflichtet, sowie das in   jener Zeit bestehende Trommler- und Pfeiferkorps des Kath. Jungmännervereins. Auch   Dirigent Franz Scholz ließ sich durch das Jubiläum in seiner Aufgabe neu   bestärken. Er hatte eine geschickte Hand in der Auswahl der Chorliteratur,   die inzwischen in den Gesangvereinen ihren Eingang gefunden hatte. 

Im   Jahre 1927 trat ein Wechsel in der Vereinsleitung ein. Der bisherige 2.   Vorstand legte sein Amt nieder, dessen Nachfolger wurde Hermann Hahn, und   anstelle des bisherigen Schriftführers Karl Litterst, der berufsbedingt nach   Kehl verzog, wurde Josef Basler zum neuen Schriftführer gewählt. In demselben   Jahr war Dirigent Scholz nach mehr als 25jährigem Wirken amtsmüde und legte   den Taktstock nieder. Die Ernennung zum Ehrendirigenten war eine wohl   verdiente Ehrung und Würdigung seiner mehr als 25-jährigen Tätigkeit. In   Oberlehrer Franz Heim, der in diesem Jahre die verwaiste Schulleiterstelle in   Fessenbach übernahm, hatte man dann auch den neuen Dirigenten für den Verein.   Seine Dirigententätigkeit dauerte bis Ende 1932.  Am 18. Februar 1933 übernahm Fritz   Kummer von Offenburg den Dirigentenstab. Die 1933 angestrebte und auch  vollzogene Gleichmacherei und sog. Gleichschaltung wurde auch auf den Verein   übertragen. Das in der Folgezeit den Vereinen empfohlene Liedgut, das zu   übernehmen war und einstudiert werden sollte, um bei nationalen   Veranstaltungen zum Vortrag zu kommen, war nicht immer nach dem Geiste, wie es   den individualistischen Auffassungen entsprach. Man ließ sich aber nicht   beirren und widmete sich auch in den folgenden Jahren der Chorliteratur, wie   sie von Seiten des Deutschen Sängerbundes den Vereinen angeboten wurde.

Der   Ausbruch des zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 legte vorübergehend   durch die Einberufung vieler Sänger zum Kriegsdienst die Probentätigkeit   lahm. Es war jedoch nach einigen Monaten im Sommer 1940 wieder möglich, eine   eingeschränkte Singtätigkeit wieder aufzunehmen. 20 Sänger waren eine kleine   Schar, die es jedoch ermöglichten, dass man bei verschiedenen Gelegenheiten,   Beerdigungen und sonstigen Familienfesten als Gesangverein präsent sein   konnte. Der Krieg forderte seine Opfer in mannigfacher Art, 3 aktive   Mitglieder kehrten nach Kriegsende nicht mehr in die Reihen der Sängerschar   zurück. Die hereingebrochene Katastrophe im April 1945 schloß jeglichen   Gedanken an Vereinstätigkeit aus, zumal diese durch die französische   Militärregierung verboten war. 

Der   Neuanfang nach 1945

 Der   vom Schriftführer des Vereins und drei weiteren Mitgliedern unterzeichnete   und eingereichte Antrag bei der Militärregierung auf Neuzulassung des Vereins   fand dann die Genehmigung und am 18. August 1946 konnte in der ,,Traube"   die Wiedergründungsversammlung stattfinden. Die Versammlung hatte auch einen   neuen Vorstand zu wählen. Da die bisherigen Vorstandsmitglieder aufgrund der   damals geltenden Bestimmungen der Militärregierung ,,unbelastet" waren,   stand der Bestätigung derselben nichts im Wege.  Am   16. November 1946 fand wieder die erste Gesangsprobe im ,,Biesle"   (Gasthaus Traube) statt. 13 alte bisherige Sänger und 5 Neulinge vertrauten   sich wiederum der Leitung von Fritz Kummer an und an Weihnachten 1946 konnte   man sich nach langer Pause erstmals wieder zu einem gemütlichen Abend in der   ,,Traube" vereinen. 

In   der Generalversammlung am 21. März 1948 wurde ein neuer Vereinsvorstand   gewählt, der sich aus folgenden Personen zusammensetzte: 1. Vorstand Karl   Litterst, 2. Vorstand August Hillenbrand, Schriftführer Josef Basler,   Kassierer Theodor Basler sowie die Beisitzer.

Am   9. Mai 1948 konnte das erste Nachkriegs-Konzert in der ,,Linde"   stattfinden. Entscheidend auf die Vereinsarbeit wirkte sich auch die im Juni   1948 erfolgte Währungsreform aus. Die wirtschaftlichen Verhältnisse wurden   wieder stabil; man konnte voraus planen und erwog den Gedanken, 1949 das   75jährige Vereinsjubiläum zu feiern. Unter der tatkräftigen Leitung des   1.Vorsitzenden Karl Litterst wurde das Fest vorbereitet, das am 21. August   1949 wieder auf dem geräumigen Festplatz des Barons v. Seebach'schen Anwesens   stattfand. In seiner Festansprache hielt der Schriftführer des Vereins einen   Rückblick auf 75 Jahre Männergesang in Fessenbach. 35 Aktive zählte der Verein.   Zahlreiche Veranstaltungen sind in den folgenden Jahren zu verzeichnen und   auch mit den Bundesvereinen pflegte man den Kontakt durch den Besuch ihrer   Jubiläumsveranstaltungen.

Dem   Jahr 1952 kommt eine besondere Bedeutung zu durch die Bildung einer Mädchen-Sangesgruppe.   Die Jugend von 16 Jahren an für das Singen zu begeistern, hatte sich  Chorleiter Kummer zur Aufgabe gemacht. 28 Sängerinnen waren dem Rufe gefolgt   und am 19. April 1953 hatte die breite Öffentlichkeit im Rahmen eines   Konzertes Gelegenheit, neben dem Männerchor den gemischten sowie den   Frauenchor zu hören.

Die   Erkrankung von Chorleiter Kummer und die Aufgabe seiner 28-jährigen   Chorleitertätigkeit im Jahre 1955 stellten den Verein vor eine schwierige   Situation. Nach verhältnismäßig kurzer Zeit konnte diese Lücke wieder   geschlossen werden durch die Verpflichtung des jungen musikbegabten Konrad   Hillenbrand von Offenburg, der mit jugendlichem Eifer und Elan sich seiner   neuen Aufgabe widmete. Nach zweijährigem Schaffen stellte sich der Chor am   27. April 1958 in einem Konzert unter dem Titel ,,0 Musika - Zum Lobe der   Musik" in der Winzerhalle der ÖffentIichkeit vor.  Ein   Liederabend am 4. Januar 1959 in der ,,Linde" reihte sich an die   öffentlichen Darbietungen des Vereins an, dem am 25. Oktober des gleichen   Jahres ein ,,Liederabend" unter dem Motto ,,Zum Lob des Weines" -   Weinlieder aus fünf Jahrhunderten - folgte.

Am   1. März 1958 mußte der bisherige Vorstand Karl Litterst nach 11-jähriger   Tätigkeit aus Gesundheitsrücksichten sein Amt zur Verfügung stellen. Als sein  Nachfolger wählte die Versammlung Hermann Heisch jr. Auch ein Chorleiterwechsel vollzog sich 1960. Ende Mai beendete Konrad Hillenbrand aus beruflichen Gründen seine Dirigententätigkeit.

Hauptlehrer   Helmut Schmidt von der Ortenberger Schule war bereit, die Tätigkeit als   Chorleiter zu übernehmen, er begann am 22. November 1960. Gleich im ersten   Jahre seines Wirkens, das einige außergewöhnliche örtliche Veranstaltungen   mit sich brachte, erwies es sich, daß Helmut Schmidt es verstanden hatte, durch   sein persönliches Engagement und sein musikalisches Können die Sänger für das   Chorsingen zu begeistern. Die 34 aktiven Mitglieder vertrauten sich   vorbehaltlos seiner chorischen Führung an und auch der Frauenchor bzw. der   gemischte Chor konnte wieder intensiver in das Singen einbezogen werden. Das   Konzert anlässlich des 90jährigen Bestehens des Vereins am 12. Juli 1964 ist   ein aufschlussreiches Spiegelbild, dass Chorsingen eben ein Stück Kultur   bedeutet, fern jeglicher zeitbedingter Effekthascherei. Das Frühjahrskonzert   am 15. Mai 1966, das Konzert am 16. Juni 1968 mit dem Titel ,,Ich bin das   ganze Jahr vergnügt" mit einer Uraufführung von Konrad Seckinger ,,Die vier Jahreszeiten", ferner das Konzert am 28. Juni 1970 unter dem Motto   ,,Drei schöne Dinge fein" sprechen für das ernsthafte Bestreben, daß der   Chorleiter in einer zukunftsweisenden Interpretierung des Chorgesangs seine   Aufgabe sieht.  Inzwischen   wurde auch ein Wechsel in der Person des ersten Vorstandes notwendig, da   Hermann Heisch infolge seiner Verheiratung seinen neuen Wohnsitz in Ortenberg   nahm. Dessen Nachfolger wurde in der Generalversammlung am 20. April 1967   Walter Kreiner.

1974   wurde auch ein Kinderchor gegründet, geleitet von Konrektor Herbert Berg,   Offenburg.

Die   100-Jahr Feier 1974

Das Jahr 1974 stand ganz im Zeichen des   100-jährigen Jubiläums des Gesangvereines „Liederkranz“ Fessenbach.   Eröffnet wurde das Jubiläum mit einem   Festkonzert am 25. Mai in der Aula der Gewerbeschule, Dabei traten neben dem   Kinderchor unter der Leitung von Herbert Berg der Gesangverein mit   Männerchor, Frauenchor und als Gemischter Chor auf. Dirigent Helmut Schmidt   führte seine Sängerinnen und Sänger zu einem Höhepunkt im musikalischen   Ausdruck, sodass der Rezensent in der Zeitung begeistert schrieb: “Es macht wieder   Freude, ein Konzert eines Gesangvereines zu hören.“.  Vierzehn Tage später wurde das Jubiläum   in dem Festzelt am Schuckshof gefeiert. Das Fest begann mit dem Festbankett   am Freitag, den 7. Juni. Zahlreiche Besucher von fern und nah, darunter viele   befreundete Gesangvereine, durfte Walter Kreiner als erster Vorsitzender   begrüßen. Neben dem Chor selbst umrahmten die Musikkapelle Fessenbach und die   Gesangvereine Bühl, Elgersweier, Ichenheim, Ortenberg, Schutterwald ,   Zell-Weierbach und „Badenia“ Offenburg die Feier. Bürgermeister End   überreichte die Zelter-Plakette, die dem Verein verliehen wurde und der   Schriftführer Josef Basler zeichnete in seinem Festvortrag einen kurzen   Abriss der Geschichte des Vereines. 

Samstagabend war Tanzabend im Festzelt,   der Sonntagmorgen begann um 8.30 Uhr mit einem Gottesdienst, der von den   Oberhausener Sänger feierlich umrahmt wurde. Daran schloss sich ein   Frühschoppen an, der von dem Gesangverein Rammersweier begleitet wurde. Am   Nachmittag beim Freundschaftssingen nahmen die Vereine Niederschopfheim,   Ohlsbach, Oberhausen, Windschläg, Altenheim, Zunsweier, Marlen, Waltersweier   und Griesheim teil. Abends gastierten die „Lustigen Böhmerländer“ und  unterhielten das Festpublikum bis in den frühen Morgen. Das Fest klang am   Montagnachmittag mit einem „Bunten Nachmittag“ aus. Es war für alle   Vereinsmitglieder viel Arbeit und Mühe, das Jubiläum zu organisieren und   durchzuführen, aber nach dem erfolgreichen Verlauf waren sich alle einig: “Es   hat sich gelohnt“.

Die nächsten beiden Jahre verlief das   Vereinsleben etwas ruhiger, man war Gast bei Konzerten in Schutterwald und   Rammersweier, da es noch immer an einer für ein Konzert geeigneten   Möglichkeit in Fessenbach selbst fehlte. Der Kinderchor trat zusammen mit dem   Chor der Konrad - Adenauer - Schule, ebenfalls unter der Leitung von Herbert   Berg, in einem Konzert am 23. Mai 1975 auf und wurde vom Publikum wegen der   frischen und fröhlichen Art mit Beifall verwöhnt.

Am 26. November 1976 war endlich ein   langersehnter Wunsch Wirklichkeit geworden. Die neue Reblandhalle in   Fessenbach wurde eingeweiht. Damit gab es nach langem wieder die Möglichkeit,   Konzerte in Fessenbach zu veranstalten. Ebenfalls im Dezember 1976 wurde der   Proberaum gewechselt. Nach dem Übungsraum im Feuerwehrhaus, der seit 1961 als   Proberaum diente, war ab jetzt der Gymnastikraum in der Schule der neue   Proberaum. 

Das erste Konzert des Gesangvereines in   der Reblandhalle fand am 26. März 1977 statt. Gemeinsam mit dem Kinderchor   wurden Volkslieder, amerikanische Songs und Ausschnitte aus dem Musical „My   fair Lady“ dargeboten. Am 27. Mai 1977 feierte der Ortenauer Sängerbund   seinen 75. Geburtstag mit einem eindrucksvollen Konzert in der Ortenauhalle   in Offenburg, der Gesangverein Fessenbach war selbstverständlich dabei.  Das Ende des Jahres 1977 brachte noch   eine Neuerung im Dorfleben. Bisher war es Brauch, dass der Musikverein und   der Gesangverein unter dem Christbaum bei der Linde am Weihnachtsabend   spielten. Von nun an wurde von beiden Vereinen ein gemeinsames   Weihnachtskonzert in der Reblandhalle veranstaltet, zunächst zwischen   Weihnachten und Neujahr, später dann am Vorabend des vierten Adventes.

Im Jahr 1978 schlug das Ende des   Kinderchores Fessenbach. Dirigent Herbert Berg sah nach 4 Jahren   erfolgreichen Wirkens keine Basis mehr hierfür, nachdem einige Jugendliche   abgegangen waren und der Nachwuchs ausblieb.

Bei der Generalversammlung am 27. Januar   1979 wurde Hermann Heisch als erster Vorsitzender und Hermann Braun als   zweiter Vorsitzender neu gewählt, da Walter Kreiner und Heiner Braun Ihr Amt   niederlegten. Der Sänger Josef Basler, der 52 Jahre lang Schriftführer   des Vereins war, wurde durch Walter Kreiner abgelöst.

Am 19. Mai 1979 begeisterte vor   zahlreichem Publikum der Gemischte Chor unter Helmut Schmidt und der   Schulchor des Schillergymnasiums unter Dr. Bernhard Klär mit Ihrem   gemeinsamen Konzert unter dem Titel „Nun strahlt der Mai im Herzen“. Dass der   Chor auch im dörflichen Leben immer mitwirkte, zeigte der Auftritt anläßlich   des 50-jährigen Jubiläums der Winzergenossenschaft Fessenbach am 9. Mai 1980. Es kam die „Weinkantate“ zur Aufführung, ein großer Erfolg, wie die Presse   berichtete. Am 15.10.1980 wurde der Sänger Josef Basler zu Grabe getragen,   begleitet vom Chor, dem er 60 Jahre als Sänger und 52 Jahre als Schriftführer   gedient hatte. Aus Würdigung für sein Lebenswerk hatte er 1977 das   Bundesverdienstkreuz erhalten, Ihm hatte der Gesangverein sehr viel zu verdanken.

Das Jahreskonzert 1982 war am 23.   Oktober gemeinsam mit dem Männergesangverein Schutterwald. Dabei führte der   Fessenbacher Chor die „Vogelhochzeit“ auf, eine Chorsatzimitation aus 5   Jahrhunderten.

Am 17. Juli 1983 begann die Karriere   unseres Vizechorleiters Peter Basler in diesem Amt. Am Dorffest dirigierte er   das erste Mal, eine kleine Schar, wie der Chronist vermerkte, aber der   Dirigent war nicht entmutigt und meisterte seinen ersten Auftritt mit   Bravour.

Am 30. Juni 1984 wurde das 110-jährige Jubiläum   des Vereines mit einem Festkonzert unter dem Titel „Chor- und Orchestermusik   aus fünf Jahrhunderten“ zusammen mit dem Kammermusikkreis der Musikschule   Offenburg unter der Leitung von Karl Rubi gefeiert. „Eine wohlklingende   Musikgeschichte“, wie der Kritiker anschließend schrieb. Am nächsten Tag, dem   Sonntagmorgen , waren wieder ausgewählte Chöre beim Matinée-Singen zu hören,   Der GV Schutterwald, der GV Concordia Offenburg, der GV Zell-Weierbach, der   Fuß`sche Männerchor und der Kirchenchor Weingarten traten neben dem   gastgebenden Verein auf.

Ein besonderer Tag für Fessenbach war am   28. Oktober 1984 die Einweihung der „Bacchus-Anlage“ mit dem von Senator Dr.   Burda gestifteten Denkmal des Bacchus. Der Gesangverein brachte Ihm zu Ehren   das Lied „Vivat Bacchus“ dar. Im Dezember desselben Jahres fand in der   Weingartenkirche ein Adventssingen statt, das erste Kirchenkonzert in der   Geschichte des Vereines. Dass der „Liederkranz“ Fessenbach dem Neuen immer aufgeschlossen war, zeigt auch die Durchführung der ersten  gemeinsamen Ehrungsfeier des Ortenauer Sängerbundes, Bezirksgruppe Offenburg,   am 27. Januar 1985 in der Reblandhalle. An diesem Tag wurde auch der   Chorleiter Helmut Schmidt für sein 25-jähriges musikalisches Wirken an der   Spitze des Vereines vom Badischen Sängerbund geehrt.

Das Jahr 1986 begann mit viel Proben, da   am 15. März das Konzert unter dem Titel „Heiteres Kalendarium“ auf dem   Terminplan stand. Die Chorvertonung des „Kleinen Kalenders“ von Josef   Weinheber durch Gerhard Schwarz stand im Mittelpunkt des Programmes, umrahmt   von Gedichten und Liedern zu den Jahreszeiten. Bei diesem Konzert gab unser   Bassist Peter Basler sein Debüt als Solist. Am 1. Juni 1986 war eine weitere   Premiere, das erste Bacchus - Konzert gemeinsam mit dem Musikverein vor dem   plätschernden Weingott.

Zur Generalversammlung 1988 am 16.   Januar trat der Vorstand Hermann Heisch und Hermann Braun zurück. Sie wollten   das Vereinsschiff in jüngere Hände legen und fanden auch im Vorfeld geeignete   Kandidaten. Der Sänger Dieter Seitz, seit 1983 in Fessenbach wohnhaft und seit 1984 auch Mitglied des Gesangvereines, wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt, Eberhard Hahn zum zweiten Vorsitzenden. Für Ihre Verdienste um den   Verein wurden Hermann Heisch und Walter Kreiner zu Ehrenvorsitzenden ernannt. 

Das Frühjahrskonzert am 19. März 1988   stand unter dem Thema „Nun fanget an ein gut`s Liedlein zu singen, lasst   Instrument und Lauten auch erklingen“. Ein musikalischer Streifzug durch die   Welt der Renaissance erklang, neben dem Chor stellten die „Ortenauer Pfyffer und Paucker“ ihre alten und zum Teil selbstgebauten Instrumente vor und   ließen diese erklingen.

Beim Konzert des Musikvereines   Fessenbach am 20. Mai 1989 traten beide Vereine das erste Mal gemeinsam auf   der Bühne auf mit dem Lied „An der schönen blauen Donau“. Es war ein großer   Erfolg und man war sich einig, dies in Zukunft des Öfteren zu wagen.

Am 28. Juli brachte der Chor Frau Aenne   Burda zu ihrem 80. Geburtstag zusammen mit anderen Offenburger Chören ein   Ständchen dar. Das Frühjahrskonzert fand am 19. Mai 1990 statt, das beliebte   Melodien aus Oper, Operette und Musical darbot. Zusammen mit Herrn Keitel am   Klavier, der den Chor schon seit Jahren bei Auftritten begleitete, der   Sopranistin Monika Viech und unserem choreigenen Solisten Peter Basler war   der Chor wieder von seinem Dirigenten, Herrn Helmut Schmidt, hervorragend   vorbereitet. Eine traurige Nachricht verkündete in der Generalversammlung   1991 der Chorleiter, Herr Helmut Schmidt. Er wolle nach mehr als 30 Jahren   sein Amt niederlegen, sobald die Vereinsleitung einen Nachfolger gefunden   habe, spätestens aber nach dem Konzert 1992. Parallel hierzu liefen die   ersten Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 1992, in dem Fessenbach seinen   750. Geburtstag feierte.

Unsere Sänger Hermann Braun und Peter   Basler begannen, einen Backofen nach alter Tradition am alten Rathaus zu   erbauen. Mit dem ersten Backhieslifest am 11. - 13. Oktober 1991 wurde es   eingeweiht. Da es ein großer Erfolg war, wurde beschlossen, alljährlich ein   Backhieslifest durchzuführen.

Das Weihnachtskonzert am 21. Dezember   1991 war dann das letzte Konzert unter dem Dirigenten Helmut Schmidt. Die   Dirigentensuche hatte im Dezember noch Erfolg gehabt, Herr Heiko Mazurek, ein   Hornlehrer an der Musikschule Offenburg, war bereit, als Dirigent zum 1.   Januar 1992 nach Fessenbach zu kommen. Es war für beide Seiten ein spannendes   Erlebnis, da unser Chor die erste Dirigentenstelle von Herrn Mazurek war.

Zu Beginn des Jahres 1992 wurde der   Gesangverein „Liederkranz“ Fessenbach unter der Nummer VR 605 als   eingetragener Verein in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Offenburg   eingetragen. Am 4. April 1992 wurde Helmut Schmidt   nach 31 Jahren Chorleitertätigkeit mit einem festlichen Konzert verabschiedet   und zum Ehrendirigenten ernannt. An diesem Konzert wirkten neben dem   Fessenbacher Chor der Fuß`sche Männerchor, der MGV Schutterwald und die   „Pfyffer und Paucker“ mit.

Das Hauptereignis des Jahres 1992 aber   war die 750-Jahr Feier von Fessenbach vom 18-20. September . Die Festwoche   wurde eröffnet durch das Konzert des Gesangvereines „Im Feuerstrom der Reben“   am 12. September, das erste Festkonzert unter dem neuen Dirigenten. Mit   Liedern um den Wein aus Oper und Operette war es ein würdiger Beginn des   Jubiläums. Am Festwochenende selbst waren alle Mitglieder des Vereines tätig,   sei es am Backhiesle oder in der Organisation, das ganze Dorf war auf den   Beinen und half mit, ein schönes und erfolgreiches Jubiläum zu feiern.

Noch während des Jahres 1992 begannen   die Erd- und Rohbauarbeiten an einer Erweiterung der Reblandhalle. Es sollte   ein Proberaum für die kulturellen Vereine geschaffen werden. Ein großer Teil   der Arbeiten wurde durch Eigenleistung der Vereinsmitglieder erbracht. Im   Sommer 1993 wurde er feierlich eingeweiht, der Musikverein und der Gesangverein   hatten ein eigenes Zuhause.

1994 wurde der Gesangverein 120 Jahre   alt. Dieser Geburtstag wurde mit einem Konzert am 7. Mai mit dem Thema „Oh   America“ gefeiert. Dabei konnte unser Pianist. Herr Keitel, den neuen Flügel   einweihen, den sich der Gesangverein aus dem Erlös der 750-Jahr-Feier leisten   konnte. Dieses Konzert fand in der Presse wieder ein besonderes Lob, da der   Chor viele Lieder in der Originalsprache (englisch) sang und damit „neue Wege   in der Chormusik“ beschritt, wie es die Presse ausdrückte.

Unter Feuerwehrbegleitung zum   Fernsehauftritt startete der Gesangverein das Jahr 1995. Im Anschluss an   seine Generalversammlung am 14. Januar wurden wir in die Oberrheinhalle   gefahren, um der Stadt Offenburg bei der Fernsehshow „Wetten dass“ zum Sieg   in der Saalwette zu verhelfen. Eine Kiste Wein und ein Dankesbrief von OB Dr.   Bruder war der Lohn der guten Tat.

Das Jahr 1996 stand im Zeichen der   600-Jahr- Feier der Weingartenkirche. So wurde der gemeinsame Neujahrsempfang   der Gemeinden Fessenbach und Zell-Weierbach von uns gesanglich umrahmt und an   der Kilwi am Patrozinium beteiligten wir uns mit einem Flammenkuchenstand.

Im Juli 1997 wurde die Vereinsfahne 100   Jahre alt. Leider war sie sehr stark zerschlissen, sodass eine grundlegende   Erneuerung des Grundstoffes und eines Teiles der Applikationen notwendig war.   Dank des guten Kassenstandes war es möglich, dies rechtzeitig zu veranlassen,   sodass wir am 31. Juli im Kreis der Vereinsmitglieder diesen Fahnengeburtstag   feiern konnten, zusammen mit der Silberhochzeit unserer Sänger Peter und   Gretel Basler.

Vom 12. - 14. September wurde in der   Stadt Offenburg das Freiheitsfest gefeiert, zum Gedenken an die 150.   Wiederkehr der Offenburger Versammlung der Stände, dem Beginn der Badischen   Revolution. Alle Fessenbacher Vereine schlossen sich   wieder zusammen, um gemeinsam auf dem Ritterhausparkplatz die Gäste zu   bewirten. Zu Beginn des Festes am Freitagabend zog ganz Fessenbach mit einem   Kuhgespann von Fessenbach nach Offenburg, als Winzer und Bauern gekleidet. Es   war ein großer Erfolg, der Flammenkuchen des Gesangvereines war sicherlich   der beste, mit Sicherheit aber auch der preiswerteste des ganzen Festes.

Der musikalische Höhepunkt dieses Jahres   war die Aufführung der „Böhmischen Hirtenmesse“ von Jakub Jan Ryba in der Weingartenkirche.   Ein Jahr intensiver Probenarbeit fand in der gelungenen Aufführung ihren   krönenden Abschluss.

Das Jahr 1998 stand ganz in der   Vorbereitung auf das Jubiläumsjahr 1999. Außer den Auftritten, die das Jahr   hindurch immer wieder kommen, probten wir ein ganz neues Konzert ein, das der   Höhepunkt unseres Jubiläums darstellen sollte.

 Das 125-jährige Jubiläum 1999

Das Jahr 1999 war geprägt vom   125-jährigen Jubiläum des Gesangvereins, für welches 3 Veranstaltungen   geplant waren. 

Am Sonntag, dem 14. März begann um 10   Uhr die offizielle Geburtstagsfeier des Gesangvereins in der Reblandhalle.  Viele Redner beglückwünschten und beschenkten das Geburtstagskind.   Oberbürgermeister Dr. Bruder überbrachte die Glückwünsche der Stadt Offenburg   und der Ortenauer Sängerbund wurde durch seinen Präsidenten Herrn Wieland   vertreten. Zwischen den Reden konnte der Chor Kostproben seines Könnens   darbieten. Die Feier endete mit einem Stehempfang bei gutem Fessenbacher   Wein.. Am 10. Juli folgte der nächste Höhepunkt   des Jubiläumsjahres, ein Liederabend, bei dem man die ganze Bandbreite des   Chorgesangs hören konnte. Zu Gast waren der Gesangverein Zell-Weierbach   (Frauenchor und Gemischter Chor), der Fuß´sche Männerchor unter seinem   Dirigenten Gerhard Seckinger und die „Hick-ups“, ein junger Chor mit   außergewöhnlich modernen Darbietungen unter seiner Dirigentin Nicole   Seckinger. Die Planung für das Jubiläumskonzert   ging nach den Sommerferien und einem sehr erfolgreichen Backhieslifest in die   heiße Phase. Das Thema „Filmmelodien“ forderte richtig heraus, eine besondere Kino-Atmosphäre zu schaffen. Die Nervosität der Sängerinnen und Sänger war   mit dem nahenden Termin ins Uferlose gewachsen, als es am 2. Oktober endlich   so weit war. Endlich einmal war die toll dekorierte   Halle ausverkauft! Von so vielen Zuhörern und Zuschauern hatte niemand zu   träumen gewagt. Nach dem Motto „The show must go on“   begann ein abwechslungsreiches Programm mit unvergesslichen Melodien der   Filmgeschichte, untermalt von Dias aus den Filmen und begleitet von Herrn   Keitel am Klavier sowie einer Combo. Beeindruckend war nach der Pause der   Einmarsch des Musikvereins zur Melodie des „River-Quai-Marsches“. Dies   leitete zum amerikanischen Teil des Konzerts über, der mit dem gemeinsam durch   Chor und Musikverein dargebotenen „Moments for Moricone“, besser bekannt als   „Spiel mir das Lied vom Tod“, gipfelte. Mit dem Pistolenfeuer der vier   einmarschierenden Cowboys endete ein für alle Teilnehmer unvergessliches   Festkonzert.

Groß war die Enttäuschung bei vielen   Chormitgliedern, als Heiko Mazurek in der General-versammlung Ende Januar   2000 seinen Rücktritt erklärte und die Zusammenarbeit mit dem Chor beendete. Nahezu nahtlos begann die Ära Hans   Bredel mit Kanon-Singübungen.

Das für den 5. November 2000 gemeinsam   mit der Gemeinde Zellwiller im Elsass geplante Benefiz-Konzert zugunsten der   Orgelrenovierung fand viel Interesse bei der Fessenbacher Bevölkerung. 2 Busse fuhren ins Elsass, um zuerst die Hochkönigsburg zu besichtigen. Nach   einem sehr voluminösen Mittagessen (Choucroute garnie) im Zellwiller Salle   des Fêtes –– eilten die Sängerinnen und Sänger zum Einsingen in die Kirche,   während die Nichtsänger die Stadt Obernai besichtigten. Das Konzert, das   abwechselnd vom Kirchenchor Zellwiller und dem „Liederkranz“ gestaltet wurde,   begann um 16 Uhr. In der Zwischenzeit waren weitere Fessenbacher Gäste   gekommen, sodass am Schluss 100 Besucher aus Fessenbach gezählt wurden. Nach   einem feuchtfröhlichen Empfang in der Gemeindehalle Zellwiller traten alle den   Rückweg an.

Am 13. Mai 2001, dem Muttertag, fand der   Gegenbesuch des Kirchenchors Zellwiller statt. Beide Chöre wollten zusammen   ein Konzert zugunsten der zukünftigen Orgel der Weingartenkirche   veranstalten. Das sehr besinnliche Konzert, verstärkt durch die Solisten   Hilde Joggerst, Peter Basler, Silvia Fox (Querflöte), Tobias Götz und Herrn   Keitel an der Orgel, fand viel Zustimmung. Dies äußerte sich auch in der   Sammlung. Mit Zustimmung aller Chormitglieder übernahm der Gesangverein die   Unkosten des Konzerts sodass die Gesamtsumme der Sammlung, 2500 DM, für die   Orgel gespendet wurde. Als Dank dafür versprach der Vorsitzende des   Orgelbau-Ausschusses, zwei Orgelpfeifen – ein g und ein f – dem Gesangverein   zu widmen.

Das Backhiesli-Fest war für den 15. und   16. September 2001 geplant, doch der Schock über die Terroranschläge in New   York vom 11. September saß so tief, dass die Festlichkeiten an diesem   Wochenende abgesagt wurden. Stattdessen fand ein ökumenischer Gottesdienst   unter Mitwirkung von Pfarrer von Ascheraden und Diakon Kratzel im Schulhof   der Grundschule statt. Dieser Gottesdienst fand viel Anklang in der   Bevölkerung Fessenbachs. Von nun an sollte solch ein ökumenischer   Gottesdienst zu Beginn jedes Backhiesli-Fests stattfinden. Da der Gesangverein die Einnahmen aus   diesem Fest benötigt, wurde der leckere Flammenkuchen nebst neuem und altem   Wein zwei Wochen später am 30. September angeboten.

Im Jahr 2001 hatte der Gesangverein von   6 Mitgliedern, die zum Teil lange Jahre aktiv waren, Abschied nehmen müssen.   Viele Aktive stehen noch im Berufsleben, sodass es für sie immer schwierig   war, bei einer Beerdigung zu singen. Aus diesem Grund gestaltete der   Gesangverein erstmals einen Gedenkgottesdienst in der Weingarten-Kirche. In   der nächsten Generalversammlung am 20. Februar 2002 wurde beschlossen, nur   noch bei der Beerdigung von aktiven Sängerinnen und Sängern zu singen (Was   Gott verhüten möge!), aber alle zwei Jahre einen Gedenkgottesdienst in der   Kirche zu gestalten.

Im März 2002 feierte der Ortenauer   Sängerbund sein 100-jähriges Bestehen mit vier Bezirkskonzerten. Herr Bredels   vier Chöre (Zunsweier, Elgersweier, Fessenbach und die Singgemeinschaft   Bergis) sollten zusammen auftreten und alle hatten dafür die von H.   Lemmermann vertonten Morgenstern-Lieder sowie die von Hans Bredel selbst   vertonte „Cäcilie“ eingeübt. Nach mehreren gemeinsamen Proben fand der   Auftritt des Mammutchores am 23. März in der Mörburghalle in Schutterwald   statt. Das erste Konzert unter Herrn Bredels Leitung begann am 15. Juni 2002   in der Reblandhalle. Als Conférencier hatte Herr Bredel einen Moderator vom   Rundfunk, Herrn Michaelis, verpflichtet, dessen Stimme auch bei leisem   Sprechen bis in die letzte Reihe zu vernehmen war. Das „mörderische“ Konzert   mit dem Thema „Geschichten, Geschichten“ vereinigte unter anderem so   unterschiedliche Musikstücke wie die Ballade „Die traurige Krönung“, die   Morgenstern-Lieder mit Reinhard Mays „Der Mörder ist immer der Gärtner“. Der   absolute Clou jedoch war am Schluss die Preisfrage: Von wie vielen Toten haben   wir gesungen? Die richtige Lösung 19 (dank der Wiederholungen) wurde mit   einer Flasche Fessenbacher Sekt belohnt.  Im Juli 2003 wurde in Fessenbach das   100-jährige Schuljubiläum gefeiert. Wie die Rektorin Frau Widmaier mitteilte,   hat die Mitwirkung des Gesangvereins bei den Schuljubiläen Tradition. Sowohl   bei der Einweihung als auch bei dem 50. Jubiläum und der Einweihung des neuen   Schulhauses 40 Jahre zuvor hatte der Gesangverein mitgewirkt. Für den Festakt   am Freitag wurde ein großer Chor gebildet, bei dem viele Schüler und Eltern   mitwirkten. Es war ein völlig neues Klangerlebnis, so viele junge Stimmen   mitsingen zu hören. Die erfreulichste Folge für den Verein war, dass Frau   Widmaier und vier Mütter weiterhin zur Sängerschar zählten. 

Das nächste Konzert des Gesangvereins   fand am 3. Juli 2004 statt unter dem Motto „Souvenirs, Souvenirs“.   Volkstümliche Lieder aus aller Welt, quasi Reiseandenken, waren Inhalt des   Konzerts. Zu den Klängen eines Dudelsack-Spielers schlenderten die Sänger und   Sängerinnen auf die Bühne. Gerd Birsner führte als Moderator witzig durch das   Programm, das auch durch zwei Flamenco-Tänzerinnen ergänzt wurde. Gestärkt   durch einen Imbiss und ein Glas Wein konnten sich die Zuhörer anschließend   mit der Frage beschäftigen: Wie viele Liebhaber haben wir in unserem Konzert   besungen?

2005 hätten die Chinesen als „Jahr des   Rosses“ bezeichnet, denn es stand komplett unter dem Zeichen eines gewissen   weißen Pferdchens. Auf Initiative von Philipp Basler und Adalbert Schwär   wollte man mit Solisten, dem Chor und dem Musikverein Fessenbach eine Version   der Operette „Im weißen Rössl“ aufführen. Es war eine runde Sache! Auch der   Sonntag war ein voller Erfolg! Zweimal eine total ausverkaufte Reblandhalle –   das hatte sich niemand vorstellen können, aber es hat allen wahnsinnig viel   Spaß gemacht.

Anlässlich der Generalversammlung am 3.   März 2007 erklärte Herr Bredel, nach dem nächsten Konzert im November 2007   und somit nach seinem 60. Geburtstag in den Ruhestand zu gehen und die   Chorleitung abzugeben.  Zusätzlich zu den Proben für das neue   Konzert wurde nun ein neuer Chorleiter bzw. eine neue Chorleiterin gesucht.   Die Stelle wurde in der Chorzeitschrift sowie in der örtlichen Presse   ausgeschrieben. Gewählt wurde vom Chor Nelli Weinberger   aus Offenburg.

Am Konzertabend standen erstmals die   „Rebspatzen“, der Chor der Grundschule Fessenbach unter der Leitung ihres   Lehrers Herrn Engelhardt, auf der Bühne. Ihre jungen, kräftigen Stimmen   begeisterten alle Anwesenden. Die anschließend vom Gesangverein vorgetragenen   Gedichtvertonungen waren für die Zuhörer sicher sehr ungewohnt, aber durch   die kurzen Sketche und Gedichte, welche durch die Mitglieder des   Theaterprojekts dazwischengestreut wurden, war das Konzert unterhaltsam und   lustig.

Beginn der Ära "Nelli   Weinberger"

Bereits am folgenden Donnerstag übernahm   die neue Chorleiterin Nelli Weinberger das Ruder. Schwungvoll und energisch   stürzte sie sich in die Probenarbeit und kündigte ein arbeitsreiches Jahr an,   an dessen Ende ein neues Konzert stehen sollte. Auch in diesem Jahr gestaltete der   Gesangverein am 12. April 2008 einen Gottesdienst in der Weingartenkirche für   seine in den letzten beiden Jahren verstorbenen Mitglieder. Der Chor umrahmte   den Gottesdienst mit einigen Liedern und Fürbitten. Anschließend wurde jeweils   eine Rose auf die einzelnen Gräber gelegt.

Im Juni startete der „Projektchor“, der   mit drei englischen Liedern das Konzert bereichern sollte. Drei junge   Sängerinnen interessierten sich bald für das Programm. Da bald zuerst der   Projektchor von 19.30 Uhr bis 20.15 Uhr übte und anschließend der restliche   Chor kam, blieben die jungen Frauen bei uns und versuchten auch die übrigen   Lieder mitzusingen. Der Chor müsse auch nach außen hin eine   Einheit bilden, erklärte die Dirigentin. Nach einigem hin und her einigte   sich der Chor auf ein neues Outfit: schwarze lange Hosen, schwarzes Hemd bzw.   schwarze langärmelige Bluse, dazu für die Männer eine orangefarbige Krawatte   und für die Frauen einen rot-orangefarbigen Seidenschal.

Anfang November kam die Nachricht von   der schweren Erkrankung der Dirigentin, die eine Operation nach sich zog.   Deswegen musste das Konzert verschoben werden. Erst am 16. Mai 2009 war ein   freier Termin in der Reblandhalle Fessenbach. Das Konzert begann erneut mit einem   Auftritt der „Rebspatzen“ Es war schon beeindruckend, mit welcher   Begeisterung die Kinder so viele Lieder auswendig sangen! Und dann hatte der   Chor seinen ersten Auftritt in Fessenbach mit der neuen Chorkleidung und der   neuen Dirigentin. „Sing mit mir!“, so begann der Chor und dann folgt ein   bunter Mix aus Ohrwürmern des 20 Jahrhunderts, teils vom Projektchor in   Englisch, teils von einer Saxofongruppe, dem Chor oder als Duett von Nelli   Weinberger und Peter Basler vorgetragen.  

In der Zwischenzeit hatten wir – nach   der Genesung der Dirigentin – Gastauftritte bei den anderen Chören von Nelli   Weinberger. So konnten einerseits die Lieder vor Publikum geübt werden, andererseits konnte das neue Outfit probegetragen werden. Am 8. März 2009   sangen wir in der St. Arbogast-Kirche in Kehl-Marlen, bekamen viel   Anerkennung für den Auftritt und einen Eimer Sauerkraut als Dank.

Im Oktober startete bereits der nächste   Projektchor. Alle zwei Wochen sollten von 19 bis 20.30 Uhr drei ABBA-Lieder   einstudiert werden. Unerwartet groß war die Resonanz auf die Werbung: Acht   junge Frauen fanden sich ein. So langsam wurde es mit dem neuen Konzert   ernst. Für den 12. Juni 2010 war es anberaumt. Auch in diesem Jahr sangen die   Rebspatzen zur Einstimmung unter ihrem Leiter Herrn Engelhardt, der am Ende   des Schuljahres in den Ruhestand treten wollte. Auswendig und mit   Begeisterung – die Stimmung schwappte auch auf das Publikum über. Träume in vielen Variationen – z. B. von   Liebe, Frieden, Neubeginn oder Geld – waren das Thema des Abends. Eine  Flötistin und ein Gitarrenspieler bildeten mit ihren Stücken einen reizvollen   Kontrast zu den Chorvorträgen. ABBA-Hits (dargeboten vom Projektchor), einem   Gitarrensolo mit „Yesterday“, Musicalmelodien aus „Cats“ und dem „König der   Löwen“ bis zu „Ich war noch niemals in New York“, dazwischen Lyrik – Der   Bogen war weit gespannt. Das Konzert kam sehr gut an! Aber am   meisten war das Publikum davon beeindruckt, wie unsere Chorleiterin auf ihren   hohen Schuhen im Takt die Hüften schwang.

Leider musste Frau Nelli Weinberger aus   privaten Gründen zum 31.10.2018 die Tätigkeit für unseren Verein   beenden. 

Aber wir haben zum 1.1.2019 einen neuen   Dirigenten verpflichten können, Herrn Marek Wysocki. Wir hoffen auf eine gute  Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.

01.01.2019       Marec Wysocki übernimmt den Chor als Dirigent.
10.02.2019       Reblandtreffen in Fessenbach.Bewirtung durch den GV
11.04.2019       Generalversammlung im Probelokal
27.06.2019       Start des Projektchors für das Herbstkonzert 2020.
29-30.06.2019  Jahresausflug des GV an die Deutsche Weinstraße.
14-15.09.2019  Backhieslifest des GV hinter dem alten Rathaus.
26.10.2019       Das geplante Konzert muss leider verschoben werden auf den 24.Oktober 2020 19:30 in der 
                         Reblandhalle
17.11.2019       Volkstrauertag,11:00 Probelokal.
19.11.2019       Weihnachtsfeier 19:00 in der Linde.